Einführung
Laserschweißen und WIG-Schweißen sind zwei weit verbreitete Metallverbindungstechnologien in der modernen Fertigung, die jeweils spezifische Vorteile hinsichtlich Präzision, Geschwindigkeit, Kosten und Anwendungsbereich bieten.Handlaser und RoboterlaserDas WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen) ist bekannt für seine hohe Effizienz, minimale thermische Verformung und seinen hohen Automatisierungsgrad, während es nach wie vor eine zuverlässige Wahl für qualitativ hochwertige, manuelle Arbeiten und die Kleinserienfertigung darstellt.
In diesem Leitfaden vergleichen wir Laserschweißen und WIG-Schweißen anhand wichtiger Faktoren wie Funktionsprinzipien, Schweißqualität, Geschwindigkeit, Kosten, erforderliche Fachkenntnisse und typische industrielle Anwendungen. Dies hilft Ihnen, die Unterschiede zwischen den beiden Verfahren klar zu verstehen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.


Was ist Laserschweißen?
Laserschweißen ist ein hochpräzises Fügeverfahren, bei dem ein fokussierter Laserstrahl Werkstoffe, typischerweise Metalle, mit außergewöhnlicher Genauigkeit und minimaler Verformung schmilzt und verschmilzt. Es findet breite Anwendung in Branchen wie der Automobil-, Elektronik-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie der Metallverarbeitung, wo Geschwindigkeit, Konsistenz und Schweißnahtqualität entscheidend sind.

Wie funktioniert das Laserschweißen?
Beim Laserschweißen wird ein hochenergetischer Laserstrahl auf einen kleinen Bereich des Werkstücks konzentriert. Die intensive Energie erhitzt das Material schlagartig bis zum Schmelzpunkt und bildet ein Schmelzbad. Während sich der Laser entlang der Schweißnaht bewegt, erstarrt das Material schnell und es entsteht eine feste und saubere Schweißnaht mit minimalem thermischen Verzug. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel: Was ist Laserschweißen und wie funktioniert es?
Vorteile des Laserschweißens
- Flexibilität: Ermöglicht eine schnelle Verarbeitung und verbessert so die Produktionseffizienz deutlich.
- Niedrige Wärmeeinflusszone: Verringert die Materialverformung und erhält die umgebenden Eigenschaften.
- Einfache AutomatisierungGut geeignet für die Integration in Robotersysteme und automatisierte Produktionslinien.
Einschränkungen des Laserschweißens
- Hohe AnschaffungskostenDie Investitionen in Ausrüstung und Einrichtung sind relativ hoch.
- Hohe Montagegenauigkeit erforderlichEine präzise Passung und Ausrichtung der Verbindungen ist notwendig, um die Schweißqualität zu gewährleisten.
Was ist WIG-Schweißen?
Das WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen) ist ein präzises Lichtbogenschweißverfahren, bei dem eine nicht abschmelzende Wolframelektrode und ein Schutzgas verwendet werden, um hochwertige, saubere Schweißnähte zu erzeugen. Es findet breite Anwendung in Branchen, die ein erstklassiges Schweißnahtbild und eine präzise Schweißnahtkontrolle erfordern, wie beispielsweise die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie und die Feinfertigung.

Wie funktioniert das WIG-Schweißen?
Beim WIG-Schweißen entsteht ein Lichtbogen zwischen einer Wolframelektrode und dem Werkstück. Ein Schutzgas (z. B. Argon) schützt den Schweißbereich vor Verunreinigungen, während bei Bedarf Zusatzwerkstoff manuell zugeführt werden kann. Der Prozess wird üblicherweise manuell oder halbautomatisch durchgeführt und ermöglicht so eine präzise Steuerung des Schmelzbades.
Vorteile des WIG-Schweißens
Hohe Schweißnahtqualität: Erzeugt saubere, starke und ästhetisch hochwertige Schweißnähte.
Hohe Flexibilität: Geeignet für eine breite Palette von Metallen und Materialstärken.
Ideal für komplexe Strukturen: Ermöglicht präzise Steuerung bei komplizierten oder detaillierten Schweißarbeiten.
Grenzen des WIG-Schweißens
Niedrige Geschwindigkeit: Langsamer als viele andere Schweißverfahren, was die Produktivität verringert.
Hoher Arbeitskräftebedarf: Erfordert Fachkräfte, was zu höheren Lohnkosten führt.
Warum sollte man diese beiden Technologien vergleichen?
In der Schweißindustrie ist das WIG-Schweißen seit Jahrzehnten das gängigste Verfahren zum Schweißen dünner Bleche. Die glatte Schweißnaht und die Flexibilität des WIG-Schweißprozesses machen es zu einem Standardverfahren in unzähligen Werkstätten. Heutzutage rücken Effizienz und Präzision für immer mehr Kunden in den Vordergrund. Sie fordern nicht mehr nur die Fähigkeit zu schweißen, sondern schnelles, gleichmäßiges und präzises Schweißen.
Inzwischen hat sich eine Einschränkung des WIG-Schweißens herausgestellt: Es ist stark von menschlichem Können abhängig. Von allen konventionellen Schweißverfahren erfordert das WIG-Schweißen das höchste Maß an Fachkenntnis der Schweißer und wird am stärksten von deren Erfahrung beeinflusst. Qualifizierte WIG-Schweißer sind zunehmend schwer zu finden und zu halten, was die Kosten in die Höhe treibt und Liefertermine unter Druck setzt.
Im Vergleich dazu ersetzt das Laserschweißen aufgrund seines geringen Arbeitsaufwands, seiner hohen Geschwindigkeit und der hohen Konsistenz zunehmend das WIG-Schweißen und etabliert sich als neue Option für das Schweißen dünner Bleche. Es ermöglicht 5- bis 10-mal schnelleres Schweißen als das WIG-Schweißen und erzeugt dabei so saubere Nähte, dass Schleifen und Polieren oft überflüssig sind.
Deshalb vergleicht dieser Artikel Laserschweißen und WIG-Schweißen. Dabei werden die folgenden vier Aspekte beleuchtet, die für Kunden von größter Bedeutung sind:
- Technik: Laserschweißen vs. WIG-Schweißen: Was ist der wirkliche Unterschied?
- Kosten: Kostenanalyse und ROI-Vergleich
- Anwendung: Werkstoffe und Materialstärken: Was lässt sich mit Laserschweißen und WIG-Schweißen verschweißen?
- Auswahlleitfaden: Auswahlleitfaden und Fallstudien
Laserschweißen vs. WIG-Schweißen: Die wichtigsten Unterschiede
Was ist aus technischer Sicht der Unterschied zwischen Laserschweißen und WIG-Schweißen? Dies kann aus den folgenden drei Perspektiven betrachtet werden: Wärmequelle, Schmelzbad, Energieverteilung.
Hitzequelle
Laserschweißen ist ein photophysikalischer Prozess, der Licht in Wärme umwandelt. Hochenergetische Photonen treffen direkt auf die Metalloberfläche. Die hochfrequente, oszillatorische Reibung freier Elektronen im Metall wandelt Lichtenergie in Wärmeenergie um. Diese Energieumwandlung erfolgt nahezu instantan und ist extrem nichtlinear, wobei Leistungsdichten von 10⁶ W/cm² und mehr erreicht werden.
Das WIG-Schweißen ist ein elektrothermisches Verfahren, das Elektrizität in Wärme umwandelt. Ein elektrischer Strom fließt durch ionisiertes Gas und bildet so einen leitfähigen Pfad. Der Lichtbogen fungiert als variabler Widerstand und wandelt elektrische Energie durch Anregung, Ionisierung und Rekombination von Gasatomen in Wärme und Licht um. Seine Leistungsdichte beträgt typischerweise nur etwa 10⁴W/cm².
Die Leistungsdichte beim WIG-Schweißen ist um zwei Größenordnungen geringer als beim Laserschweißen. Dies ist der Hauptgrund, warum Laserschweißen 5- bis 10-mal schneller ist als WIG-Schweißen.
Schmelzbad
Beim Laserschweißen wird das Schmelzbad durch den Rückstoßdruck des Dampfes und die Oberflächenspannung angetrieben. Das Metall an der Vorderwand wird durch den Hochdruckdampf nach hinten gedrückt, wodurch eine starke Zirkulation entsteht. Dies begünstigt das Entweichen von Gasen aus dem Schmelzbadboden, reduziert die Porosität und führt zu einer dichteren Schweißnahtstruktur.
Beim WIG-Schweißen wird das Schmelzbad durch Oberflächenspannungsgradienten sowie elektromagnetische Kräfte und die Scherkräfte des Plasmastrahls beeinflusst. Diese vielfältigen Kräfte machen die Schmelzbadströmung äußerst komplex und ihre präzise Steuerung anspruchsvoll.
Dies sind die technischen Gründe, warum beim Laserschweißen eine höhere Präzision und bessere Konsistenz erreicht werden können.
Energieverteilung
Laserschweißen ermöglicht die präzise Steuerung der Energieverteilung. Durch die Anpassung des optischen Modus lässt sich die Wärme gleichmäßiger auf die Schweißnaht aufbringen. Das Ergebnis ist eine glatte, ebene Schweißnaht, sanfte Übergänge und eine schmale, gleichmäßige Wärmeeinflusszone.
Das WIG-Schweißen ist anders. Die Lichtbogentemperatur ist in der Mitte am höchsten und nimmt zu den Rändern hin rasch ab. Dies führt zu einem charakteristischen Schuppenmuster und Oberflächenoxidation der Schweißnaht. Daher müssen WIG-Schweißnähte fast immer geschliffen und poliert werden.
Dies erklärt, warum beim Laserschweißen kein Schleifen und Polieren erforderlich ist, während beim WIG-Schweißen oft ein zusätzlicher Schleifprozess notwendig ist.
Laserschweißen und WIG-Schweißen unterscheiden sich in drei grundlegenden Punkten: Wärmequelle, Schmelzbad und Energieverteilung. Diese Unterschiede führen zu höherer Schweißeffizienz, größerer Präzision und besserer Gleichmäßigkeit beim Laserschweißen im Vergleich zum WIG-Schweißen. Dank seiner hervorragenden Präzision und Gleichmäßigkeit entfallen beim Laserschweißen zudem die beim WIG-Schweißen notwendigen Schleif- und Polierschritte.
Kostenanalyse und ROI-Vergleich
Diese technischen Unterschiede wirken sich letztendlich auf die Kosten aus. Aus technischer Sicht bietet das Laserschweißen einige Vorteile gegenüber dem WIG-Schweißen. Wie viel Geld lassen sich durch diese Vorteile einsparen? Betrachten wir dies genauer unter drei Gesichtspunkten: Ausrüstung, Arbeitsaufwand und Betrieb.
Ausrüstungskosten
Rein vom Gerätepreis her sind WIG-Schweißgeräte günstiger und vorteilhafter. Allerdings hat sich der Preisunterschied zwischen Laser- und WIG-Schweißsystemen in den letzten Jahren deutlich verringert. Hochwertige WIG-Schweißgeräte sind mittlerweile fast so teuer wie handgeführte Laserschweißgeräte.
Noch wichtiger ist jedoch, dass die laufenden Kosten, die nach der Installation der Anlagen anfallen, die Unternehmensgewinne tatsächlich beeinflussen.
Arbeitskosten
Der Unterschied bei den Arbeitskosten ist der entscheidende Faktor, der zu der erheblichen Kostendifferenz zwischen Laserschweißen und WIG-Schweißen führt.
WIG-Schweißen vs. Laserschweißen
| Vergleich | WIG-Schweißen | Laserschweißen |
|---|---|---|
| Trainingszyklus | Ein Schleif- und Polierteam wird benötigt. | 0.5 bis 2 Stunden für den Einstieg |
| Fähigkeitsabhängigkeit | Stark abhängig von individueller Erfahrung und Technik | Die Parameter sind im Gerät voreingestellt; gleichbleibende Ergebnisse unabhängig vom Bediener |
| Rekrutierung | Qualifizierte Schweißer werden immer schwerer zu finden | Von allgemeinen Arbeitern bedienbar, leicht zu finden |
| Mitarbeitergehalt | Zu den bestverdienenden Gruppen in der Schweißindustrie | Es genügt das durchschnittliche Lohnniveau. |
| Schweißgeschwindigkeit | 3–5 Minuten pro Meter | 30–60 Sekunden pro Meter (5–10x schneller) |
| Schleifen & Polieren | Die Parameter sind im Gerät voreingestellt; gleichbleibende Ergebnisse unabhängig vom Bediener | Kein Schleifen und Polieren erforderlich |
Die Schweißgeschwindigkeit und die Anforderungen an das Schleifen wirken sich direkt auf die Lohnkosten aus; mehr Schweißzeit und mehr Schleifarbeit bedeuten höhere Löhne für die Schweißer.
Betriebskosten
1.Schutzgas:
Vergleich des Schutzgasverbrauchs
| Gasflussgeschwindigkeit | Schweißgeschwindigkeit | Verbrauch | |
| WIG-Schweißen | 10-15 L / min | 0.1-0.3 m / min | 40-80 l/Meter |
| Laserschweißen | 15-25 L / min | 1.5-3.0 m / min | 10-20 l/Meter |
Beim Laserschweißen wird pro Zeiteinheit mehr Schutzgas verbraucht. Aufgrund der hohen Schweißgeschwindigkeit ist der Gesamtgasverbrauch beim Laserschweißen jedoch geringer als beim WIG-Schweißen.
2. Schweißzusatzwerkstoff
Beim WIG-Schweißen wird üblicherweise Zusatzdraht benötigt, wodurch sich die Kosten mit der Zeit summieren. Laserschweißen hingegen ermöglicht das Selbstschmelzschweißen (ohne Drahtzusatz) dünner Bleche und spart so Material und Wartungsaufwand für das Drahtvorschubsystem.
3.Nachbearbeitung nach dem Schweißen
WIG-Schweißnähte erfordern Schleifen und Polieren, um schuppenartige Muster und Oberflächenoxidation zu entfernen, was zu Folgendem führt:
- Arbeitskosten für das Polieren
- Kosten für Verbrauchsmaterialien, wie z. B. Polierscheiben
- Kosten für Staubabsaugungsanlagen usw.
- Beim Laserschweißen hingegen fallen die oben genannten Kosten nicht an.
Daher sind die Anschaffungskosten für die WIG-Schweißanlage niedriger als für die Laserschweißanlage. Hinsichtlich der laufenden Arbeits- und Betriebskosten in späteren Phasen ist die Laserschweißanlage jedoch kostengünstiger und bietet somit einen größeren Vorteil. Für ein Unternehmen mit stabilen Aufträgen, das auf Effizienz und langfristige Renditen setzt, ist die Laserschweißanlage die bessere Wahl.
Werkstoffe und Materialstärken: Was lässt sich mit Laserschweißen und WIG-Schweißen verschweißen?
Bei der Wahl zwischen Laserschweißen und WIG-Schweißen ist die Materialart und -dicke einer der wichtigsten Faktoren. Unterschiedliche Schweißverfahren reagieren unterschiedlich auf Materialeigenschaften wie Reflexionsvermögen, Wärmeleitfähigkeit und Schmelzverhalten. Gleichzeitig beeinflusst die Dicke direkt den Schweißeinbrand, die Wärmeeinbringung und die Gesamtqualität der Verbindung. Das Verständnis dieser Faktoren hilft dabei, das Verfahren zu bestimmen, das für Ihre spezifische Anwendung optimale Leistung, Effizienz und Schweißnahtfestigkeit bietet. Im Folgenden werden die Eigenschaften von Laserschweißen und WIG-Schweißen bei verschiedenen Materialien und Dickenbereichen detailliert dargestellt.
Anwendbare Materialien
Das Laserschweißen zeichnet sich durch eine breite Materialanpassungsfähigkeit aus. Die folgende Tabelle vergleicht die Leistung des Laserschweißens und des WIG-Schweißens bei wichtigen Werkstoffen:
| Material | Laserschweißen | WIG-Schweißen |
| Edelstahl, Kohlenstoffstahl, Titanlegierung | Geringe Effizienz, Nachbearbeitung erforderlich | Geringe Effizienz, Nachbearbeitung erforderlich |
| Schweißen ungleichartiger Metalle | Hohe Effizienz, kein Polieren erforderlich | Äußerst schwierig, erfordert spezielle Verfahren |
| Schweißen dünner Bleche | Geringe Wärmezufuhr, hohe Präzision, schneller | Hohe Wärmeeinbringung, anfällig für Verformung |
| Dickblechschweißen | Hochleistungsgeräte | Mehrlagenschweißen |
Die Vorteile des Laserschweißens zeigen sich besonders deutlich bei der Verbindung unterschiedlicher Werkstoffe. Ob dünne oder dicke Bleche – mit Laserschweißen lassen sich zuverlässige Verbindungen erzielen, und der gesamte Prozess wird durch Parameter gesteuert, die nicht von der Erfahrung des Schweißers abhängen.
Anwendbare Dicke
Beide Laserschweißgerät WIG-Schweißgeräte können Bleche unterschiedlicher Dicke bearbeiten. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Gerätetypen.
| Materialstärke | Laserschweißen | WIG-Schweißen |
| Zutreffend | Neigt zu Durchbrennen und Verformung | |
| 0.5-6mm | Anwendbar, hohe Präzision & schneller | Zutreffend |
| 6–12 mm+ | Hochleistungsgeräte | Mehrlagenschweißen |
Das Laserschweißen bietet deutliche Vorteile bei dünnen und mitteldicken Blechen, insbesondere im Dickenbereich von 0.5–6 mm, wo Geschwindigkeit und Verformungskontrolle die des WIG-Schweißens deutlich übertreffen. Für Bleche mit einer Dicke von mehr als 6 mm können Hochleistungslaserschweißanlagen eingesetzt werden.
Auf Grundlage der obigen Vergleiche lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen: Bei Anwendungen mit unterschiedlichen Metallen oder dem Bedarf an weniger Fachkräften bietet das Laserschweißen gewisse Vorteile. Selbst für dicke Bleche können Hochleistungslaserschweißanlagen eingesetzt werden.
Wie man zwischen Laser- und WIG-Schweißen wählt
Die Wahl zwischen Laserschweißen und WIG-Schweißen hängt von Ihren spezifischen Anwendungsanforderungen ab, darunter Materialart, Dicke, Produktionsumfang und Budget. Jedes Verfahren hat seine Stärken, daher sollte die richtige Wahl Ihren Produktionszielen und Qualitätsansprüchen entsprechen.
Basierend auf dem Materialtyp
Laserschweißen erzielt die besten Ergebnisse bei sauberen, gut vorbereiteten Metallen wie Edelstahl, Kohlenstoffstahl, Aluminium und bestimmten Legierungen, insbesondere in der Serienfertigung. WIG-Schweißen hingegen bietet mehr Flexibilität und eignet sich für ein breiteres Materialspektrum sowie komplexere oder empfindlichere Bauteile.
Basierend auf der Dicke
Bei dünnen bis mittelstarken Werkstoffen bietet das Laserschweißen hohe Geschwindigkeit und minimalen Verzug. Das WIG-Schweißen eignet sich besser für dickere Bauteile oder Anwendungen, die eine präzise Steuerung der Wärmeeinbringung und des Schmelzbades erfordern, insbesondere bei komplexen Verbindungen.
Basierend auf dem Produktionsvolumen
Laserschweißen eignet sich aufgrund seiner Geschwindigkeit, Präzision und einfachen Automatisierbarkeit ideal für die Serienfertigung. WIG-Schweißen ist besser geeignet für Kleinserien, Sonderanfertigungen oder Reparaturen, bei denen manuelle Steuerung und Anpassungsfähigkeit unerlässlich sind.
Basierend auf dem Budget
Wenn die Anfangsinvestition eine entscheidende Rolle spielt, ist das WIG-Schweißen zunächst kostengünstiger. Für die langfristige, großserienmäßige Fertigung bietet das Laserschweißen jedoch eine bessere Gesamtkosteneffizienz durch geringeren Arbeitsaufwand und höheren Durchsatz.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Laserschweißen die bevorzugte Wahl für eine hocheffiziente, automatisierte Produktion ist, während WIG-Schweißen nach wie vor wertvoll für Präzision, Flexibilität und spezielle Aufgaben bleibt.
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Auswahlleitfaden und Fallstudien
Die vorangegangene Analyse verglich Laserschweißen und WIG-Schweißen anhand von drei Kriterien: Technologie, Kosten und Material. Dabei wurden die Unterschiede deutlich aufgezeigt. Die Vorteile des Laserschweißens sind für Anwender bei ihrer Entscheidung ausschlaggebend. Laserschweißen eignet sich besonders für die folgenden vier Anwendungsbereiche:
- Streben Sie nach höchster Effizienz: Verkürzen Sie die Arbeitszeit und steigern Sie die Produktionskapazität.
- Reduzierung der Arbeitskosten: Verringerung der Abhängigkeit von Schweißern
- Verbesserte Ausbeute: bessere Schweißnahtkonsistenz und weniger Nacharbeit
- Flexible Anpassungsfähigkeit an verschiedene Materialien – unterstützt eine breite Palette von Materialien, und das Gerät bleibt beim Wechsel zwischen dünnen und dicken Platten stabil.
Die folgenden Fallbeispiele, die auf tatsächlichen Kundenanwendungen basieren, werden die Objektivität der oben genannten Punkte bestätigen.
Kempson-Fälle zeigen
Ein Hersteller von Kohlenstoffstahlkomponenten setzte zunächst auf WIG-Schweißen mit einer Zykluszeit von 50 Minuten pro Teil und einer Schweißnahtausbeute von lediglich 85 %. Nach der Einführung des Laserschweißens ließen sich die Probleme leicht lösen: Die Schweißeffizienz wurde deutlich gesteigert, die Lohnkosten signifikant gesenkt und die Ausbeute erheblich erhöht. [Fallstudie ansehen]
Fazit
Sowohl Laserschweißen als auch WIG-Schweißen haben ihre Stärken, und die richtige Wahl hängt letztendlich von Ihren spezifischen Produktionsanforderungen, Ihrem Budget und den Anwendungsszenarien ab. Laserschweißen zeichnet sich durch seine Geschwindigkeit, Präzision und sein Automatisierungspotenzial aus und ist daher ideal für die hocheffiziente Großserienfertigung. WIG-Schweißen hingegen bleibt eine zuverlässige Lösung für Anwendungen, die Flexibilität, präzise Steuerung und hochwertige Handarbeit erfordern.
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FAQ
1. Ist Laserschweißen fester als WIG-Schweißen?
Beide Verfahren ermöglichen hochfeste Schweißnähte. Laserschweißen bietet tieferen Einbrand und gleichbleibende Qualität in der automatisierten Fertigung, während WIG-Schweißen eine hervorragende Kontrolle ermöglicht und sich daher ideal für präzise und hochfeste Verbindungen eignet.
2. Welches Verfahren ist günstiger, Laserschweißen oder WIG-Schweißen?
Das WIG-Schweißen zeichnet sich durch niedrigere Anschaffungskosten für die Ausrüstung, aber höhere Lohnkosten aufgrund der geringeren Schweißgeschwindigkeit und der manuellen Bedienung aus. Das Laserschweißen erfordert zwar höhere Anfangsinvestitionen, senkt aber die langfristigen Kosten in der automatisierten Serienfertigung.
3. Kann Laserschweißen das WIG-Schweißen ersetzen?
Nicht ganz. Laserschweißen eignet sich ideal für Hochgeschwindigkeits-, automatisierte und dünne bis mittlere Materialdickenanwendungen, während WIG-Schweißen für komplexe Geometrien, Kleinserienfertigung und Situationen, die eine manuelle Steuerung erfordern, weiterhin vorzuziehen ist.
4. Welche Werkstoffe eignen sich zum Laserschweißen?
Das Laserschweißen eignet sich für Edelstahl, Kohlenstoffstahl, Aluminium, Kupfer und bestimmte Legierungen. Es erzielt die besten Ergebnisse bei sauberen, gut vorbereiteten Werkstoffen mit enger Passung.
5. Ist das WIG-Schweißen heute noch relevant?
Ja. Das WIG-Schweißen ist nach wie vor weit verbreitet für Anwendungen, die ein überlegenes Schweißnahtbild, Präzision und Flexibilität erfordern, insbesondere in der Luft- und Raumfahrt, im Rohrleitungsbau und bei der Sonderanfertigung.
6. Welches Schweißverfahren eignet sich besser für die Automatisierung?
Das Laserschweißen eignet sich aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit, Wiederholgenauigkeit und Kompatibilität mit Robotersystemen besser für die Automatisierung und ist daher ideal für die Massenproduktion.